Herzlich willkommen in der
Esloher St.-Johanniskirche

Kirche
© Konstantin Bikar
  • Grundsteinlegung 8. April 1973
  • erster Gottesdienst 9. Dezember 1973
  • Zeltdachkirche
  • Altarwand von Wolfgang Kreutter mit zwölf Toren Jerusalems und in der Mitte mächtiges Hängekreuz mit Corpus
  • nördlichste Evangelische Kirche im Wittgensteiner Kirchenkreis

Bereits im Jahre 1939 verfügte die Kirchengemeinde in Eslohe über eine eigene Kapelle, die 1957 mit einem Anbau erweitert wurde. Dieser wurde notwendig, weil durch den Zustrom von Flüchtlingen auch die Anzahl der evangelischen Gemeindeglieder wuchs. Die Kapelle war bald zu klein, so dass ein Neubau erfolgen musste.

 

Am 8. April 1973 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt, und am schon am 9. Dezember 1973 konnte sie eingeweiht werden. Die Kirchen in Eslohe und die Kirche in Reiste sind in der Art eines Zeltdaches erbaut, dazu vermerkt die Chronik: „Der Kirchraum von St. Christopheri in Reiste und der von St. Johannis in Eslohe erinnern aber in ihrer Architektur mehr an die Gestalt eines großen Zeltes. Diese Zeltgestalt ist nicht die Laune eines Architekten, sondern soll an die Zeit des wandernden Gottesvolkes erinnern, das auf seinem Zug ins gelobte Land in Zelten hat wohnen müssen. Ein Zelt ist keine Dauerwohnung und jederzeit abbrechbar: ‚Wir haben hier keine bleibenden Statt, sondern die zukünftige suchen wir.‘“

 

Am 20. Februar 1983 konnte auch eine neue Orgel in der Kirche ihren Dienst zum Gotteslob übernehmen. Es handelt sich um eine einmanualige Orgel von Peter Mebold aus Siegen. Zur Grundsteinlegung wurde eine Urkunde angefertigt, die noch heute im Kircheninnern als Wandschmuck hängt. Dort heißt es u.a.: „Obwohl sich heute unter getauften Christen Kirchenfremdheit und Glaubensarmut ausbreiten, errichten wir hier über den Dächern Eslohes dieses Gotteshaus mit dem Dennoch unseres Glaubens, der fest und gewiß darauf vertraut, dass die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwältigen werden.“

 

Den Innenraum der Kirche gestaltete der Künstler Wolfgang Kreutter. Der gesamte Altarraum trägt deutlich die Handschrift des in Westfalen und darüber hinaus bekannten Künstlers. Die Altarwandgestaltung zeigt die „12 Tore Jerusalems“. Dominiert wird der Altarbereich durch das mächtige Hängekreuz mit Korpus.

 

Die nördlichste Kirche des Kirchenkreises ist zugleich eines seiner modernsten und künstlerisch anspruchsvollsten Gebäude.

 

Dr. Andreas Kroh